Samstag, 7. April 2012

Kaffeefahrt...und Nebelwald von Monteverde

So, hier sind wir also, in Santa Elena, nahe dem Nationalpark von Monteverde. Die Fahrt hierher war gar nicht mal so schlecht wie gedacht. Natürlich waren die Straßen wie immer Feldwege mit heftigsten Löchern und noch heftigeren Steigungen aber unser Bego hat uns sicher ans Ziel gebracht. Und das Ziel war ein schönes aber ziemlich großes Hotel auf einem Hügel, ders wirklich in sich hat. Hotelelestablo.com , wenns jemanden interessiert. Wir wohnen auf der Hälfte des Hügels im Komplex 5, haben einen langen Weg nach oben, die Aussicht und der Sonnenuntergang sind es aber wert, die Anstrengungen auf sich zu nehmen. Die bieten zwar einen Shuttle Service an, der den ganzen Tag bis 22 aktiv ist, den wir nach Möglichkeit aber vermeiden um doch noch etwas Sport zu treiben....








Nachdem wir in unserem riesen Zimmer heimisch geworden sind, machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Es gibt hier leider auch nicht sooo viel zu sehen, viele coffeeshops, da Monteverde ja ein typisches Kaffeeanbaugebiet ist- und übrigens gute 5 Grad kälter ist, als die Gebiete, die wir bisher kennen gelernt haben. Gegen Abend und auch im Morgengrauen ist es im Tal soooo neblig, dass du die Hand vor Augen nicht siehst- und das is net übertrieben. Und regnen sollte es auch hier öfters als aktuell; in unseren 2 Tagen hier hat es bisher nur einmal kurz n Schauerchen gegeben, das wir fast nicht mitbekommen hätten. Morgen gehts nämlich schon wieder weida...
Da wir gestern gemerkt haben, dass unsere Allgemeinbildung zu wünschen übrig lässt und wir nich mal wissen, wie ne Kaffeepflanze aussieht, haben wir einen Wikipedia Abend eingelegt und uns entschieden eine Lehrveranstaltung in Form einer Kaffeefahrt zu besuchen. Es resultierte eine Besichtigung der heimischen seit 4 Generationen familiengeführten Kaffee- und Zuckerhut-Farm, namens "El Trapiche ". Hier haben wir echt viel über Kaffee, Melli mag's sehr und ich eher nicht bis gar nicht, gelernt. Wusstet ihr, dass der beste Kaffee hier in Costa Rica gar nicht zu bekommen ist, weil er komplett exportiert wird? Dass die Ticos sich mit Kaffee 2. Klasse zufrieden geben? Na ja, für mich war's neu... Genauso ging's uns mit nem Baum, der als männliches und weibliches Geschlecht existieren soll ( burrio?) Hmm, naja...ham wir nich näher nachgefragt, da die Unterscheidung schon seehr schwierig sein soll, denn man kann ma wieder nur die Weibchen gebrauchen :)
Hier soll dadurch, dass wir 1300 m hoch sind, der Kaffee besonders gut sein... Nachdem wir alles über die Pflanze über die Bohnenqualität bis zum Getränk gelernt hatten, gabs ne kleine Kostprobe der Premiumklasse und wir durften uns dann auch noch als Zuckerbäcker unter Beweis stellen und Karamell aus Zuckerhut basteln. Leckaaa!!!












Dem Liebsten hat's hier am besten gefallen und in einem Kieler 'n Sympathisanten gefunden - die beiden wollten gar nich wieder so recht raus da. Naja, n Faultier ham wir a noch gsehn. Dann ging's mit'm shuttle wieder heme und nachdem wir unseren Autoschlüssel an der Rezeption wieder gefunden hatten, konnte der entspannte Teil des Abends beginnen ;)
(den hatte der Liebste nämlich im Auto stecken lassen)...
Kurze Beschreibung dazu: Ich mit meiner Taschenlampe auf der Suche nach dem Schlüssel draußen auf dem Boden, (nachdem wir das ganze Zimmer danach abgesucht hatten und wir erstaunlich ruhig dabei geblieben sind; es gab keine fliegenden Gegenstände, keine Kommentare, gar nix,...) wie auch immer, ich kniend auf'm Boden, fast schon unterm Auto... Dann fragte mich einer der Busshuttelfahrer, ob ich meinen Schlüssel suchen würde... Ich dachte dann bei mir: Nee, ich liege gerne nachts auf dem Boden mit meiner Taschenlampe und warte auf Sonne oder besseres Wetter. Aber da mein Spanisch nicht so der Bringer ist, sagte ich nur "yes oder si", das weiß ich nicht mehr...
Dann sagte er mir, wo wir ihn finden würden und war dann auch noch so nett und hat uns mit runter zur Rezeption mitgenommen, denn es hatte ja geregnet....
In der " Stadt" entdeckten wir noch eins der bizarrsten Restaurants- hieß "Tree- House". Da ham wir noch auf einem der Äste n Salätchen mit Käse und Pollo verputzt und sind dann ca. 2 km bergauf nach Hause marschiert...















Zum nachlesen hier: www.treehouse.cr

Morgen gehts auf in Richtung Karibik -Küste.
Ach ja, noch was. Wir waren heute im Nationalpark Monteverde.... Ja das auch noch...und ich bin heute ohne Wecker um 6:30 wach gewesen... Kurz gefrühstückt und ab ging's dann...
..."kennste einen, kennste alle", war Mellis Kommentar danach, und Recht hatte sie auch. Wir sollten einen Haufen Tiere sehen, leider sind es nur ein Eichhörnchen und ein anderes braunes Tier??? geworden. Haben aber viele Bäume und andere Pflanzen fotografiert, die liefen ja nicht weg, wie die Tiere....
So, gute Nacht da draußen....
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Position:Costa Rica

Vulcàn Arenal und Monteverde

Der is schon von weitem zu sehen, wenn man am Lago Arenal von Nord nach Süd entlang fährt. Sehr touristisches Flair, aber trotzdem schon beeindruckend. Die Wanderung am Fuße des Vulkans wir uns gespart, da die Rezeptionisten so ehrlich waren und meinten, man sehe da auch nicht mehr, als von unten. Der letzte Abschnitt is eh gesperrt, weil der noch a bissl raucht.






Da haben wir uns für das Touristenhighlight "Canopy" mit Tarzan-swing entschieden;) Nach ner kurzen Einführung- war's sehr geil!!! Und es kribbelte auch ma kurz recht stark im Bäuchlein.
Man stelle sich 150 m Kabel, von Baum zu Baum gespannt, in bis zu 50m Höhe vor. Dann uns im Sitzgurt und Karabiner. Dann kombiniere man beides, indem man sich uns am Kabel hängend vorstellt... So eingehakt peest man mit bis zu 50 km/h von Baum zu Baum. Dann wird man umgehakt und weiter geht das ganze. Insgesamt 12 Kabel; das längste war 450 m lang... Nach 6 Kabeln dann eine kurze Pause am Tarzan Swing. Da wird man an ein altes, verrostetes Gitter auf einer Platform in ca 20-30 m Höhe, die genaue Höhe weiß keiner, gestelltmit, mit zwei Expander-ähnlichen Seilen angebunden und volles Rohr gegen das quietschende Gitter gepresst. Irgendwann macht dann einer der Typen das Gitter auf und man fällt irgendwie bis kurz vorm Aufprall auf den Boden und wird bungee-artig wieder in die Luft gerissen. Da pendelt man ne Weile vor sich hin, vorbei an Ästen, Touristen und an der Platform. So und jetzt muss man dann nur noch anhalten. Gut, einfach und wenn nichts passiert, billig gelöst. Man nehme ein besser zwei Tico's, recht klein gewachsen, stelle ihn/sie auf die Platform am Boden, von der aus es weitere 30 m in die Tiefe geht, sage ihnen sie sollen die vorbeifliegenden Touristen am Bein greifen, festhalten und zum halten bringen... Das sah recht amüsant aus, vor allem als Melli immer wieder die Beine anzog und sie weder der eine noch der andere Tico erreichen konnte. Wenn nun ein etwas schwererer Tourist kommt, sagen wa mal ein Amerikaner mit knapp 190cm und an die 100+ kg schwer, der ordentlich in Schwung kommt und man denkt sich, wo will der denn mit dem kleinen Tico hin und hoffentlich kann der kleine, vielleicht 55 kg schwere Tico noch rechtzeitig vor dem Abgrund loslassen... Und hoffentlich sind beide versichert,... Na ja, solche Gedanken hatten wir beim Tarzan Swing, aber Spaß gemacht hat's trotzdem...
Danach gabs noch weitere 6 Kabel nach unten und ein Getränk, als alle Heil und munter wieder am Boden ankamen...
Und schon neigte sich auch dieser Tag langsam seinem Ende...
Da wir von der Aktion leider keine Bilders haben- wenigstens n Eindruck vom Hotel...





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Freitag, 6. April 2012

Jungle Hiking

Der Tag startete um halb 7- mal wieder zu Ungunsten des Liebsten.
Dafür bekam er ein Frühstück nach seinem Geschmack- leckere pancakes mit Früchten/ Ahornsirup/ flüssiger Schokolade oder pur, frisch aus der Pfanne. Dann war alles nur noch halb so schlimm;)
Gegen 8:00 starteten wir dann in Richtung Nationalpark und waren mit die ersten, die das Tor passierten, nachdem es hieß, alle Ticos haben ab heute Osterferien und stürmen selbst ihre Parks und Urlaubsorte im Lande. Je eher man da ist, desto eher hat man die geringe Chance in diesen Tagen noch 'n Tier zu sehen. Und so war's dann auch: zwei riesige Vögel, so pfauähnlich, versuchten klammheimlich hinter uns den Pfad zu überqueren, aber negativ, wir ham se doch gesehen. Zuvor hatte sich nämlich das Männchen durch ganz eigenartige Brummgeräusche verraten, die wir zunächst als lautes Schnarchen eines Hängebauchschweins interpretiert hatten. (eigentlich dachte Melli ich sei schon wieder eingeschlafen;) ) Allerdings zum Foto simmer net mehr gekommen. Die Dinger heißen Great Curassows. Habsch nach jelesen. Na ja, nächstes mal! Dann ist so ein Vollpfosten an uns vorbeigerannt und hat alle Tiere, die bis dato noch in der Gegend verscheucht. Die absolut letzten Tierchen, die noch nicht geschnallt hatten, daß jetzt der Park seine Tore für die die ganzen Touri's geöffnet hat, wurden dann von 2 weiteren sich raschen Schrittes nähernden sogenannten Rangern vertrieben, weil sie sich beim Laufen auch noch lautstark über Gott und die Welt unterhielten. Da Melli sich durch zügiges Gehen einen Vorsprung erlief, wurden die beiden zunächst von mir nett gefragt, ob sie etwas leiser sein könnten,...
...danach kam Melli... Ja, ich glaube, dass war nich mehr ganz so nett, aber woher sollte sie auch wissen, dass es deren Aufgabe sei, vor den Touristen durch die Pfade zu laufen und zu deren Schutz die Schlangen, etc. zu verscheuchen... (das wurde uns aber schon mal erzählt, aber ihre selektive Wahrnehmung, ihr wisst ja...) Da kann man ja erst ma drauf los pöbeln, oder was?
Also sind wir weiter, sahen erst einmal weder Schlangen noch sonst irgendwelches Getier und kamen zum "Färberplatz" des blauen Flusses.



(Rio Celeste)
Melli hat mir so oft von diesem Fluss vorgeschwärmt, dessen Wasser durch Kupfer hellblau sein soll... Sogar die Bilder in den diversen Reiseführern, die wir dabei haben (1x auf Papier und 3x digital) sind so einladend dass man direkt neihoppeln will... Am Wasser angekommen,... Denkste! Es stand so'n Ranger mit ner Rangerine rum und wollte uns erzählen, dass man da NICHT reindarf... Und dass man so eine imaginäre Linie nicht überschreiten darf. Melli hat sich davon nicht beirren lassen. Ich habe mich schon auf den nächsten Kampf gefreut, aber der Ranger war so mit dieser Frau beschäftigt, dass er nix mehr dazu gesagt hat. Wir unsere Fotos gemacht (kamen uns vor wie ein paar Chinesen) und dann weiter zum Wasserfall.



Wenigstens dort können wir baden, dachten wir. Na ja, da wurde gerade die Treppe renoviert, weshalb man nur gruppenweise runter durfte, natürlich nicht ganz bis ans Wasser.



So aus 150++ m Fotos geschossen und dann weiter zu den Thermalquellen zum baden... Denkste! Die sind zu, sagte uns ein netter, jedoch anscheinend lebensmüder Ranger. Na ja, war wohl nu nicht UNSER Tag :( Auf'm Rückweg hat sich noch n Kapuziner-Äffchen blicken lassen. Hat sich auch von Atti fotografieren lassen- bis dann mal wieder ne Schar schreiender Kinder angeflitzt kam- vorbei.
Zurück ins Hotel, wo wir erfuhren, dass wir das alles dieser Osterwoche zu verdanken haben... Der Nationalpark wurde kurzerhand mal etwas entschärft. Einer der zwei Eingänge wurde glei ma ganz geschlossen, um den Besucherandrang zu reduzieren und um die Ticos aus den Thermalbädern fernzuhalten, (die gehen da nämlich mit der ganzen Familie in der Früh rein und kommen erst kurz vor Sonnenuntergang wieder raus, lassen aber auch keinen anderen da rein) wurde der Weg dahin ebenfalls gesperrt. Das mit der Treppe am Wasserfall war einfach nur Pech! Na danke!
Nach dem hervorragenden Abendessen ( haben Yuca-fladen mit Pesto und steak und zum Nachtisch irgendeine Art Kokus-Karamell-Tiramisu serviert bekommen;))) Dann platt ins Bett und in gg. halb 6 von so vorlauten Brüllaffen geweckt worden.... Aber doch noch bis 8:30 ausgeschlafen, als letzte im Hotel gefrühstückt, dann los zum Vulkàn Arenal.
Die Fahrt dahin war dieses Mal ganz easy mit 2 Karten und OHNE Navi; Atti war sehr traurig! Aber die halbe Strecke kannten wir ja schon - von unserem kleinen etwas unfreiwilligen Trip 2 Tage zuvor:)


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Donnerstag, 5. April 2012

Celeste Mountain Lodge...Straßen ohne Namen

Ich liebe google.... Gestern im Hotel die Koordinaten der neuen Unterkunft gesucht, nicht gefunden, Koordinaten über google Maps aussuchen lassen, in den navi eingegeben und los ging's. Knappe 100 km, is'n Klacks, dachten wir...
Der Weg war der schönste bis jetzt,... in Liberia sollte es einen deutschen Bäcker geben, wir hin, wollten mal wieder Croissants oder mal'n leckeres Brot essen,... gesucht aber nicht gefunden. Ich laberte wie immer zwei Bullen an, ich habe ja keine Probleme damit, nach'm weg zu fragen und im laufe des Tages hatte ich noch ein paar mal die Gelegenheit dazu ;) ...
...die zwei wussten es auch nicht. Kurzerhand haben sie mal eine vorbeigehende Frau mit Kind angepfiffen. Nach dem zweiten Pfiff hat sie auch mal reagiert und kam zu uns... Die wusste es leider auch nicht. Na ja, dann eben keine Croissants...dafür gings in unseren Lieblingsladen Mega Super. Dort ein paar Sachen gekäufelt und los ging die Erkundungstour.
Auf der Interamericana 1, der besten Straße Costa Ricas ging's ein paar Kilometer, bis wir abgebogen sind und vom navi Richtung Lago Arenal geschickt wurden. Auf dem Weg sahen wir ein Werbeschild, die uns so richtig angesprochen hat. Es gab ein paar Kilometer weiter ein Café namens "café & macademia" und da wir beide unheimlich gerne Nüsse futtern, dachten wir: da geht's hin... Während wir Jagd auf diesen Laden machten, fuhren wir entlang des Arenal Sees, einem wunderschönen See mit hellblauem Wasser und roter bis rostbrauner Erde am Ufer. Ringsum dichter Regenwald und Berge- eine Vegetation, die uns bisher in C.R. verborgen geblieben war- einfach nur genial!!! Jetzt erst wissen wir, was die ganzen Leute immer mit der unbeschreiblichen Schönheit dieses Landes meinten. Diese Begeisterung können wir seit heute teilen...
Auch das Café hatte unsere Erwartungen nicht enttäuscht. Ich hatte meinen besten Café latte seit 2 Wochen und einen Macadamianusskuchen- sehr gehaltvoll, aber wurscht ;)






Atti hatte 'n leckeren Kakao, der fand ich, so'n bisschen wie damals im Osten schmeckte- aber das Gefühl hatte ich bisher in jeder Bäckerei hier. Das Angebot sah nicht nur so ähnlich aus, die Teile, die wir probiert haben, schmeckten auch annähernd so wie damals. Total viel mit Blätterteig und süßer Creme oder Liebesknochen mit herber Schokolade u.s.w.. Das erinnerte mich so'n bissl an die solidarische Landesfreundschaft zwischen DDR und Nicaragua " Helft den Kindern in Nicaragua" hieß es immer und Chile, wohin der Honni ausgewandert sein soll, is ja auch net weit ;) Soviel zu Politik und Bäckereien am heutigen Abend...
Dann führte uns das Navi weiter- irgendwohin, so ca. 1 bis 2 Stunden. Es ging durch irgendwelche Straßen, nur Gott weiß welche, einen Wahnsinnsberg rauf- merke im 1. Gang! Und das nicht nur wegen der Steigung, sondern auch wegen der Hammer-Schlaglöcher, deren Tiefe man erst registriert, wenn man drin is und aus Angst vor Steinschlägen!! War ja auch nich schlimm; es gab viel zu sehen und der Ausblick in die Täler oder der Einblick in die landestypischen Siedlungen war schon toll.Aber knapp 2 Stunden?? Und nich zu vergessen, man weiß ja nicht, wie lange man wieder zum tatsächlichen Ziel braucht und ob die Straßen, die in der Karte eingezeichnet sind auch wirklich existieren... Allerdings der beste Satz auf der gottverlassenen Bergspitze war: " Sie erreichen den Wegpunkt in 200 m - Bitte wenden Sie, wenn möglich"
Ich glaub es hackt...!!!
Gut, der aufmerksame Leser fragt sich, warum wir nicht früher stutzig geworden sind: Das fragen wir uns auch, aber hier zwei Erklärungsversuche: Numero uno: siehe Foto's



Und das geht zu 80% so!




Man beachte, dass wir bereits ca. 800 m vor'm Hotel waren!
Numero dos: der doch ziemlich bezeichnende Name unserer Bleibe:
" Celeste MOUNTAIN Lodge"
Na egal, wir ham's dann ja gefunden. Aus geplanten 1 1/2 Std. sind dann halt 6 geworden ;)) Wir ham ja Urlaub und lassen uns nich hetzen!
Übrigens war das Ding die Anstrengungen wert. Ein Hotel mit französischer Note im Grünen und ? Na wer sagt's denn? Auf'm Berg! Echt eine Klasse für sich. Das wohl verdiente Abendessen wartete schon auf uns und das Franzosen kochen können, wissen wir ja. Alles mit gaaanz viel












l'amour.
—-- Auf'm iPad erstellt

Position:142,,Costa Rica

Montag, 2. April 2012

Mika, az isten éltessen sokáig, s a szakállad nőjőn a bokádig!

Ersteinmal eine Entschuldigung an Mika, dass wir ihm nicht an seinem Geburtstag persönlich gratulieren konnten. "Leider" sind wir hier im Wald von der Außenwelt abgeschlossen und im Nationalpark hatten wir nichteinmal mit unserem costarikanischen Handy Empfang...
...wie immer!
Für unsere Verhältnisse sind wir heute richtig früh aufgestanden, aber wenn man es genau betrachtet tun wir das schon seit ein paar Tagen. Der Tag begann 7:15 OHNE Wecker!!
(Allerdings wird's hier auch schon um Punkt 18 Uhr Stock duster und die Ticos und wir mittlerweile auch, gehen mit den Hühnern ins Bett (ich auch)
Soviel dazu...)
Weiter zum Tach!
Wir haben gerade einen kleinen Disput über Rechtschreibung, komasetzung, etc....
Unsere Wanderungen führten uns heute zu zwei Wasserfällen und zu den Thermalquellen am Rio negro. Die erste Tour wollten wir eigentlich zu Pferde Meistern, entschieden uns aber kurzerhand um, nachdem Melli die wahnsinnig begeistert dreinschauenden Armen Gäule von nahem betrachtet hat...
...also müsste das ganze per pedes absolviert werden.








Der 1 Wasserfall (Chorreras) war recht klein, aber mit wunderbar Türkis gefärbtem Wasser. Nach ner Weile Rumplantschen und Rumschwimmen, wir waren alleine, kein Tourist in der Nähe, sind wir aufgebrochen, sind heute mal pferdeäpfelslamom gelaufen und zurück zum Hotel. Danach zum zweiten Wasserfall des Tages(Catarata la Oropéndola), erst mit'm Auto, dann ne Weile zu Fuß und am Ende die Belohnung. siehe Foto...




...sauberes, glasklares, erfrischendes Wasser um die 20 bis 22 grad, nagelt uns aber nicht fest... außer uns wieder kein einziger touri in Sicht... Wie geil, hätte Melli wieder nakisch reingekonnt, hat se aber net...




Mit den blitzeblauen Lippen haben wir uns schon auf unsere nächste Station, die hot Springs g'freit...
...alle waren laut Beschilderung 39-40 grad, Hammer wie sehr man diesen kleinen Unterschied doch zu spüren bekommt! In die erste quelle(39grad) konnten wir noch nicht mal mit der großen Zehe rein-so heiß war das... Das zweite basin hatte 40 grad, ging ohne Probleme, war wie Badewanne, nur größer. Dann ging's über die Hängebrücke in weitere 39 und 40 grad warme Becken, die wohl gemerkt sogar miteinander in Verbindung standen und durch ständige komplizierte physikalisch-chemisch-mathematische Vorgänge, auf die wir an dieser Stelle nicht näher eingehen werden, da diese den Rahmen dieses Blogs sprengen würden, ("Paul, du weißt wovon ich spreche....")die Temperaturen von 39 bzw. 40 grad Celsius konstant halten. ;)
Bilder folgen, ich Volldepp habe mit der Kamera fotografiert und net mit'm Handy...
Dann zurück ins Hotel, schön unter nem Wahnsinns Wasserdruck geduscht- ein Glück dass wir nicht so schlank sind, sonst hätten wir von Strahl zu Strahl springen müssen (obwohl die Armaturen hier überall gleich aufgebaut sind, funktionieren sie alle IMMER anders und wir werden sie niemals verstehen).




(Das Wasser hatte gefühlte 39-40 grad ;))
Ausnahmsweise mal ausgiebig zu Abend gegessen und wir müssen jetzt ins Bett, es ist nämlich schon kurz vor 10. Werden höchstwahrscheinlich wieder die letzten sein, die das licht ausmachen.
Das ist übrigens unser Zimmer, sieht in echt viel besser aus als auf'm Bild!








—-- Aufm iPad erstellt

Position:Av 7,Liberia,Costa Rica

Bitte beachten sie die Geschwindigkeitsbegrenzung, kein Netz, Dschungel und so

Nachdem wir ein paar Tage von der Aussenwelt abgeschnitten waren, melden wir uns wieder mit Neuigkeiten vom reise-Duo.
Wir haben mittlerweile so ein wenig das Gefühl für die Zeit verloren...
Die letzten zwei Nächte haben wir in Montezuma, oder wie unsere Bibel es nennt, Montefuma, verbracht.
Das war unsere kleine aber feine Bleibe:








Das ist eine kleine, verschlafene Ortschaft am Kap des Golf von Nicoya. Eigentlich ist das keine richtige Stadt. Alles begann mit ein paar backpackern vor einer Ewigkeit. Es hat denen sooo sehr gefallen, dass sie letztendlich ansässig wurden und ihre "Stadt" gründeten. Wenn man jetzt auf den holprigen, unasphaltierten, staubigen Schotterstraßen entlang juckelt, sieht man immer noch einige Hippies, bei denen die zeit auch stehen geblieben ist. Wir haben uns über die komisch braune Farbe der Vegetation gewundert. Der erste Gedanke war, dass die armen Pflanzen einfach nur vertrocknet wären, da es nur 1x im Jahr regnet, das sei wohl im Mai...Aber nee, das war der janze Dreck- alles dermaßen verstaubt- unglaublich!!.. und leider auch nich wirklich schön. Schade...
Dann haben wir uns überlegt, was man dort unten in den 1 1/2 Tagen gesehen haben sollte: wir entschieden uns für'n Strand ( wie soll's auch anders sein) und die Wasserfälle. Ordentlich eingeschmiert, begann der Weg ziemlich easy von Stein zu Stein hüpfend entlang des Rio M., der am Fuße ziemlich ausgetrocknet war. Nach der ersten Platform, wo schon ne ganze Menge Einheimische drin badeten, wurde es schon etwas haariger. So eigenartige blaue Seile hingen von den Bergwänden herunter- wahrscheinlich Kletterhilfen....
Ham wir gedacht; alle Sachen festgeschnallt und die Kletteraktion begann. Attila war der Erste, der den Weg da hoch ausloten sollte. Und dann so nach 8-10 m feststellte, daß dies schon mal NICHT der Weg zum Ziel war;) und ihm einiges seiner Kletterkünste abverlangte. Gut, das da ab und zu Lianen runterhingen, an denen er sich entlang hangeln konnte. In der Zwischenzeit versuchte Melli dann die zweite Möglichkeit...- besser! Der Rest bis zur 3. Platform war dann zwar tricky aber durchaus machbar.




Völlig nass geschwitzt kamen wir endlich oben an- sehr geil!! Und vor allem mal kühles Wasser, nich wie das Meer mit knapp 27-30 C. Also nix wie nei gehuppt. Ein paar Tico's und n paar Hippies wollten es aber auch echt wissen und sprangen ziemlich gewagte Höhen runter, wo einem schon allein vom Hinschauen ganz mulmig wurde.








Letztlich haben wir den Strand auch nimmer geschafft, weil es wirklich nett war, da oben. Aber am nächsten Tag waren wir auch nich traurig drum, da in der letzten Zeit irgendeine Rotalge den Spaß am Baden vermieste; das Meerwasser war annähernd rotbraun und stank a bissl fischi.
Den Abend ham wir dann wohl in einem der angeblich besten Restaurants in C.R. (laut frommer's, aber nur laut frommers, so viel steht für mich fest....) ausklingen lassen. Im Playa de los Artistas. Mellis Vorspeise war lecker, ich esse ja sowas nicht,... Habe aber trotzdem was davon gehabt, habe immer noch,... Nämlich: Brot und 24++ Stunden knoblauchgestank... Die hauptspeise war, na ja, in der Mensa in HGW war's leckerer...(hatten angeblich Rippchen vom schwein, fragen uns heute noch woher die, nachdem wir einige dieser zarten Exemplare in diesem Lande gesehen haben, diese Wahnsinns Fettschicht herhatten. Viel gelaufen können die nicht sein in ihrem leben, Fleisch war umso weniger dran... Das beilagengemüse bestand aus geschmorten kleinen und großen Zwiebeln( sogar bei mir, obwohl keine gewünscht)....Bestellt hatten wir beide Schweinerippchen rum-Orange... Aber alldas hat die wirklich schöne Location an der Meeresbrandung wieder gut gemacht, Kerzenschein am Wasser entschädigt auch ein fettes, unleckeres Essen.
Geile Geschichte heute...wir haben unsere Wäsche in einer Wäscherei in monte"fuma" waschen lassen . Der Besitzer und sogar die Hunde im Laden Schienen total besoffen oder zugekifft zu sein... Aber etwas später haben wir den Typen mitm pickup beim einkaufen wiedergetroffen,... Na ja, laufen konnte er ja nicht mehr :))....
Seit heute sind wir am Vulkan/ Nationalpark Rincón de la Vieja. Wir hatten eine ziemlich lange Tour (235 km) hinter uns gebracht. Fast alle 5 Minuten sagte unser Kumpel, Herr navi: bitte beachten sie die Geschwindigkeitsbegrenzung... Wobei wir uns fragten wie man bei diesen schotterpisten, bei denen mindestens 3 unserer Stoßdämpfer den geist aufgegeben haben und eine Steigung nach der anderen kam, bei denen Melli in den 1. Gang musste, zu schnell fahren kann,... Aber Hey, wir haben's geschafft...
Morgen früh müssen wir zeitig raus, werden mal die Gegend erkunden und ein paar "Fahrgeschäfte" nutzen.
Wir werden berichten, aber jetzt wird geschlafen!
Gute Nacht,
—-- Aufm iPad erstellt

Off topic... Wieso hat der iPad kein sd Karten steckplatz?

Während Melli am iPad korrekturlesen veranstaltet, möchte ich ein paar Gedanken loswerden, die nichts mit unserer reise direkt zu tun haben, sondern nur indirekt die Berichterstattung erschwerten...
... Wieso gibt's am iPad keinen steckplatz für sd Karten, Frage ich mich. Es wäre doch viel einfacher, für mich jedenfalls schon... Man könnte die Bilder, die man mit ner Kamera gemacht hat einfach auf das iPad rüberpacken...( oder ist es der iPad? Wurscht, ihr wisst wovon ich rede oder schreibe) Ok, im Zeitalter des "clouds" braucht man das nicht, man kann ja alles zentral auf irgend einer großen Festplatte speichern und von überall drauf zugreifen... Ok, ist auch ne gute Idee, eigentlich... Es sei denn man ist irgendwo unterwegs, so wie wir, kommt nur gelegentlich an orte an denen Internet ist oder die Verbindung ist so langsamm, dass man für den Aufbau einer einfachen Seite schon ne Minute braucht... So und was nützt mir hier die cloud? Nix... Ich will doch nur meine Bilder von ner sd Karte auf mein iPad rüberpacken... Die dann dort auswählen, Melli würde die schlechten aussortieren ;) und wir könnten sie euch dann hochladen, wenn wir ne schnelle Verbindung haben... Aber das geht nicht. Ok, es gibt Adapter, die einem bei sowas helfen...aber das ist dann wiedermal ein zusätzliches Gerät was man mitschleppen muss. Und man muss son Gerät auch noch kaufen. Selber Schuld! Wie bereits geschrieben waren mir 7 € zuviel für son kleines Ding, hier wollen sie ein Vermögen dafür...
... Aber ich habe schon welche in der Bucht gesichtet (5€), wenn wir wieder Zuhause sind, wird son Teil bestellt...

Ich sehe, Melli ist schon fast fertig...
...morgen müssenwa früh raus, es gibt nur bis 9 Frühstück...
Gute Nacht dann...

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